Gefälschte Videos: Aus Spielereien werden Betrugsfälle
Salome Kern, Dietlikon 01.10.2020
Die Technologien für Deep Fake Videos werden immer besser. Heute können Anwender ihr Gesicht auf das eines Supermodels manipulieren und virtuell über den Laufsteg schweben. Ein Schweizer Start-Up arbeitet an einer Software, die gefälschte Videos erkennen soll.
Stellen Sie sich vor, Bundesrat Alain Berset steht am Rednerpult und beschimpft seine Kollegen aus dem Bundeshaus. Statt diplomatischen Worten hagelt es Beleidigungen in alle Richtungen. Unvorstellbar ist das nicht mehr, Barak Obama hat schon erlebt, was heute möglich ist.
Mittels verschiedener Technologien hat die Produktionsfirma den ehemaligen Präsidenten Worte in den Mund gelegt, die er vor laufender Kamera nie sagen würde. Das Ziel dahinter war, aufzuzeigen wie die Zukunft von Fake News aussehen könnte. Auch wenn das Resultat nicht perfekt war, so erschrecken einem die technologischen Möglichkeiten, die ein Video manipulieren können.
Heute sind wir einen grossen Schritt weiter, schon mit immer weniger Aufwand können sogenannte Deep Fakes erstellt werden. Noch benötigt es einiges an Fachwissen, aber die Technologien entwickeln sich rasant weiter.


